22. Februar 2018

Rückblick auf vielversprechende Hallensaison

Nach einigen Rückschlägen meldet sich Florian Lussy mit einer soliden Hallensaison zurück.

Nachdem ich im vergangenen Herbst mit einer weiteren Verletzung zu kämpfen hatte, entschied ich mich, mit meinem amerikanischen Coach, etwas neue Wege zu gehen. Ich steigerte den Kilometerumfang deutlich langsamer als sonst und verbrachte viel Zeit mit Schwimmen. Dies zahlte sich bereits im Dezember aus, denn zum ersten Mal, seit einer langer Zeit, fühlte sich eine 100km-Woche locker an. So startete ich in diese Hallensaison mit einem guten Basistraining aber mit deutlich zu wenigen Bahntrainings. Dies zeigte sich vor allem beim ersten Rennen. Es fühlte sich an, als ob ich die ganzen 3000m sprinten würde. Auch wenn die Zeit etwas langsamer war als erhofft, war ich doch zufrieden mit dem Start, denn das Training in den Tagen zuvor war nicht gerade locker. Im Vergleich zum vergangenen Jahr, wo ich nur ganz leicht schneller lief, absolvierte ich wöchentlich fast 40km mehr. Zudem liefen wir zum Beispiel nur gerade zwei Tage vor den „Texas Tech Classics“ noch ein Intervall. Der Grund dafür lag vorwiegend an den Prioritäten. Unser einziger Fokus lag darin, an den Meisterschaften schnell zu laufen. Alle anderen Rennen waren nur Teil des Trainings.

So wurden wir auch für das dritte Rennwochenende nicht geschont. An diesem Rennen war spannend für mich, da ich nicht wusste, wie ich ein Doppeleinsatz innerhalb von 90 Minuten vertragen würde. Das erste Rennen verlief nach Plan und ich war nur gerade eine Sekunde langsamer als meine Bestzeit, der darauf folgende 1000m war dann aber für mich etwas schnell. Ich musste im Rennen für die schnelle erste Runde in 28 Sekunden etwas Tribut zahlen und konnte das Rennen nicht wie erhofft unter der 2:30-Marke beenden.

Rund eine Woche vor den C-USA-Meisterschaften, ein Vergleich zwischen 14 Universitätsteams, begannen wir den Umfang und die Intensität langsam etwas runterzufahren. So fühlte ich mich in meinem letzten Bahntraining unglaublich gut. Die 400m-Wiederholungen fühlten sich an als ob ich joggen würde, obwohl ich dieses Training zuvor noch nie so schnell gelaufen bin. Mit Optimismus ging ich deshalb in das Meisterschaftswochenende. Im 5000m konnte ich lange mit der Spitzengruppe mitlaufen, doch rund neun Runden vor dem Schluss ging dann die Post ab und ich verlor etwas den Anschluss zu den Favoriten. Nichts destotrotz beendete ich dieses Rennen auf dem 5. Platz mit einer Zeit von 14:37.09, nur gerade 9 Sekunden langsamer als meine Aussenbestzeit. Nach diesem Rennen versuchte ich mich möglichst gut zu erholen, den nur gerade 20 Stunden später stand bereits mein zweiter Einsatz auf dem Programm.

Den Umständen entsprechend fühlte ich mich sehr frisch und beendete die 3000m auf dem guten 8. Rang. Besonders erfreulich war für mich die Zeit: 8:25.39 ist für mich eine neue Bestzeit und ganze 11 Sekunden schneller als in den Vorbereitungsrennen! Die Meisterschaft war für mich die perfekte Standortbestimmung für die kommende Aussensaison. Es zeigte mir, das ich in einer Form bin, wo ich endlich schnelle, qualitative Intervalls laufen kann um in der Aussensaison einen weitern Schritt nach vorne zu machen. Nun habe ich einige Wochen, bevor es Ende März mit den ersten Outdoor-Wettkämpfen losgeht.  

Resultate Indoor 2018

12.01.18   Texas A&M Invitational                 College Station TX    3000m          8:36.45

27.01.18    Texas Tech Classic                    Lubbock TX          3000m          8:36.76

03.02.18    J.D. Martin Invitational                 Norman OK           Meile           4:17.16

             (202m Rundbahn ohne Steilwandkurven)                        1000m         2:34.00

17.02.18    C-USA Indoor Championships          Birmingham, AL       5000m         14:37.09

18.02.18                                                                3000m        8:25.39

Florian Lussy

 

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